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Am vergangenen Sonntag meldeten Süddeutsche Zeitung das die elektronische Gesundheitskarte
(eGK) vor dem Aus stehe. Es existierten Pläne, nach denen die nächste Bundesregierung, die noch
gewählt werden muss, das Aus für das IT-Projekt beschließen wird.
Bundesgesundheitsminister Gröhe reagierte umgehend mit einem Dementi.

Worum geht es hier eigentlich?

Die elektronische Gesundheitskarte ist eine kontaktbasierte Chipkarte für alle gesetzlich Versicherten.
In dieser können derzeit nur wenige Daten gespeichert werden.
Name, Anschrift und Versichertenstatus der Versicherten. Das konnte die alte KVK ebenfalls.
Damit Ärzte und andere Leistungserbringer des deutschen Gesundheitswesens Ihre Leistungen
weiterhin abrechnen können, müssen sie sich neue Technik und einen elektronischen Heilberufeausweis
zulegen. Diese neue Technik besteht im Wesentlichen aus einem zugelassenen VPN-Konnektor,
der in das Parxisverwaltungs-System seiner Praxis oder eines Krankenhauses eingebunden werden muss
und die Verbindung mit der telematischen Infrastruktur des Gesundheitswesens besorgt,
die seit über 14 Jahren im Aufbau ist.
Im Jahr 2003 erstellte das damalige Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung
eine europaweite Ausschreibung, um herstellerneutral die optimalen Rahmenbedingungen und Voraussetzungen
für die bundesweite Einführung der elektronischen Gesundheitskarte vorzubereiten.

Nun gibt es immer noch einen Mangel an VPN-Konnektoren.
Nach den Vorgaben von Gröhes e-Health-Gesetz müsste die installation der Konnektoren  bis zum Juli 2018 erfolgen.
Weil jedoch derzeit nur ein VPN-Konnektor die Zulassung bei der Projektgesellschaft Gematik bekommen,
sowie die Zertifizierung vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik durchlaufen hat,
ist das Zeitfenster nun bis zum 31. Dezember 2018 erweitert worden.
Auch dieser Konnektor kann frühestens ende Herbst geliefert werden.

Wettbewerb sieht anders aus.
Wir raten dringend dazu, hier keine Vorverträge zu unterzeichnen.

Die elektronische Gesundheitskarte ist eine teure Lösung.
Kein Patient und kein Arzt kann bislang oder in Zukunft von Ihr provitieren.
Vorteile, derzeit keine, in Zukunft keine.
Das System rentiert sich allein für die gesetzlichen Krankenkassen, die beim Umzug
eines Versicherten die Daten, unter Zuhilfenahme der Arztpraxen, mit dem Versicherten-Stammdatendienst
online auf der Karte umschreiben können.
Übernimmt der Arzt diese Arbeit nicht, drohen Ihm Honorarkürzungen.

Kostenersparnis bei kleinen Krankenkassen bis zu 3,50 Euro pro Karte.
Und natürlich der personelle Aufwand.
Denn der liegt ja nun beim Arzt.
Und damit er diesen auch kostenlos erbringt, werden Ihm gleich rechtliche Schritte angedroht.

In fernerer Zukunft könnte der Versicherte davon profitieren, wenn die derzeit auf Papier zu druckende BMP's,
Notfalldaten auch auf der Karte gespeichert wären und die Liste Hinweise zur elektronischen Patientenakte (EPA) enthält,
etwa wer sie pflegt und wo sie gespeichert ist.

Die nach den Vorgaben des e-Health-Gesetzes im Jahre 2019 zu realisierende EPA können von Krankenkassen angeboten und so ausgelegt werden,
dass ein Wechsel des Versicherten verhindert wird.
Einen ersten Schritt hat hier z.B. die Techniker Krankenkasse bereits unternommen.
Das wird dazu führen, dass sich Ärzte mit einer Vielzahl von EPA-Systemen beschäftigen müssen.
Bislang brauchten Sie sich nur mit dem Praxisverwaltungssystem Ihrer Wahl zu beschäftigen,
sowie den Wildwüchsen der KVen mit ihren "Sicheren Netzen"
Eine neue Kostenlavine, und was haben die Patientendaten bei einer Krankenkasse zu suchen?
Hier wird man unweigerlich an George Orwell 1984 erinnert.

Und wer soll eine so zentrale Datenhaltung schützen?
Wo, und wie kann denn in diesem System der Patient, oder Arzt mitbestimmen, was mit Seinen Daten passiert oder wo sie landen.
Es existiert ein Generalschlüssel mit dem alle Daten wieder entschlüsselt werden können. Auch ohne die Zustimmung durch Patienten oder Ärzte.
Dieser ist bereits einmal verloren gegangen. (https://www.heise.de/newsticker/meldung/E-Gesundheitskarte-Datenverlust-mit-Folgen-6077.html)
Edward Snowden lässt grüßen.
Die Art der Technik der Telematikinfrastruktur ist spätestens seit 2008 lange überholt.
Das gleiche gilt für die noch zu realisierende EPA (elektronische Patienten Akte).
Hier sollten alle Beteiligten zurück ans Zeichenbrett und z.B. über das Thema Blockchain nachdenken.
Bei dieser Technik gibt es keine Zentrale Datenhaltung oder Generalschlüssel und sichere Verkehrsnetze "Sichere Netze de KVen" werden auch nicht benötigt.
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